Die deutsche Hauptstadt ist dieses Jahr so gefragt wie nie zuvor. Bis zum Ende des Jahres wird mit einer Rekordzahl von 9,8 Millionen Gästen in Berliner Hotels und Pensionen gerechnet. Im vergangenen Jahr waren es noch 9,1 Millionen. Für 2012 schätzen Experten, dass sogar die 10-Millionen-Marke erreicht werden soll.
Die Rekordzahlen wecken natürlich auch das Interesse der internationalen Hotelketten. Der Berliner Hotelmarkt wächst derzeit rasant an. So hat zum Beispiel die Steigenberger Hotel Group erst kürzlich bekannt gegeben, dass sie bis zum Jahr 2014 ein First Class Hotel in der Europacity unweit des Hauptbahnhofs eröffnen wird. Am Wittenbergerplatz entstehen bis 2013 gleich zwei neue Hotels der Accor Hotelgruppe.
Mit über 20 Millionen Übernachtungen im Jahr, Tendenz steigend, sieht nun auch die Stadt Berlin eine neue Einnahmequelle im Hotelgewerbe. Derzeit wird über die Einführung einer neuen Bettensteuer, auch City Tax genannt, diskutiert. Die Steuer auf Hotelübernachtungen ist bundesweit keine Neuheit mehr. In 19 deutschen Städten wurde sie bereits eingeführt.
Die Bettensteuer in Berlin wird sich voraussichtlich auf maximal fünf Prozent des Zimmerpreises belaufen. Der genaue Betrag steht jedoch noch nicht fest.
Vor allem für die kleinen Hotels der Stadt könnte das jedoch große Auswirkungen haben. Der Berliner Hotelmarkt ist ohnehin einer der härtesten der Welt. Mit mehr und mehr neuen Hotels steigt der Preisdruck in der Hauptstadt immer weiter an. Mit zusätzlichen Einbußen durch die geplante Bettensteuer bangen vor allem mittelständische Hotels um ihre Existenz.








